Stoffwindelberatung, Windelfrei-Coaching und Babyzeichensprache

JK Baby



Alternative Damenhygiene

Gerne möchte ich euch hier ein paar Alternativen zu Tampons und Wegwerfbinden vorstellen.

Eine Frau benötigt in einem Jahr rund 360 Binden bzw. Tampons, das sind in 10 Jahren 3600 usw. Das sind schätzungsweise 45 Milliarden Binden und Tampons pro Jahr weltweit gesehen. Ein sehr großer Müllberg und viele chemische Verfahren die man vermeiden kann.

Gerne könnt ihr in meinen Stoffwindel - oder Windelfrei Workshops die verschiedenen Sachen euch anschauen.

Menstruationstasse

Die Menstruationstasse wurde in den 1930 er patentiert. Ja, wirklich, solange gibt es sie schon! In den letzten Jahren wird sie auch immer bekannter und hat nun auch in vielen Drogeriemärkten Einzug gehalten.

Die Menstruationstasse ist in ihrer Handhabung unkompliziert. Am Anfang dauert es etwas länger bis sie richtig sitzt, da wir Frauen normalerweise einmal im Monat die Zeit zum Üben bekommen, hat man da schnell eine gewisse Routine drin. Die Tassen, oder auch Cups genannt, sind aus 100% medizinischen Silikon, aus Latex oder aus Kautschuk und geben somit keine chemischen Zusatzstoffe durch z.B. Bleiche, ab. Die Tasse trocknet nicht aus und es ist bisher kein Zusammenhang mit der Menstruationstasse und dem TSS (Toxic Shock Syndrome) bekannt, im Gegensatz zu den Tampons. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Härtegraden.

Sport machen, schwimmen, ausgehen und nachts tragen ist bei richtigem Sitz kein Problem.

 Man sollte jedoch ein paar Dinge beachten:

-Vor dem 1. Einsetzen und zwischen den Perioden sollte die Tasse ausgekocht werden

- immer saubere Hände beim Wechseln und Einsätzen haben

- für unterwegs eine Flasche Wasser zum Ausspülen dabei haben

-nicht rausziehen !(Unterdruck), sondern mit dem Beckenboden runterdrücken bis man sie fassen kann und dann sanft hin und her wackeln bis sie sich löst

- ich empfehle keine gebrauchten Tassen zu kaufen, da trotz der glatten Oberfläche, an welcher es Viren und Bakterien schwer haben sich festzuhalten und mehrmaligen abkochen , man nicht ausschließen kann, dass sich z.B. HP Viren dort festgesetzt haben.

- viele Internetseiten und Facebookgruppen bieten eine kostenlose Beratung an, diese hilft eine gute Auswahl zu treffen und Fehlkäufe zu minimieren

Menstruationsschwamm

Die Menstruationsschwämme gibt es schon sehr lange, sie sind von der Handhabung ähnlich den Tassen. Das Schwämmchen wird nass gemacht und ähnlich einem Tampons eingeführt, bei jedem Wechsel ausgewaschen und zwischen den Perioden 1-2 Stunden in Essigwasser gelegt und danach an der Luft trocknen gelassen. Bitte nicht im feuchten Bad liegen lassen, hier könnten sich Bakterien einnisten.

Die meisten Schwämmchen heben ca. 3-6 Monate und müssen danach ausgetauscht werden. Ähnlich den Tassen trocknen die Schwämmchen nicht aus und schwimmen, saunieren, etc. sind kein Problem. Sie enthalten keine chemischen Zusatzstoffe und es gibt sie auch aus Naturmaterialien.


Stoffbinden / Stoffslipeinlagen:

Sie sind schön anzusehen, enthalten keine Chemie, werden mit einem Druckknopf um den Slip geschlossen, so dass sie nicht verrutschen und es gibt sie je nach Bedürfnis in verschiedenen Varianten. Eine Slipeinlage, eine Stoffbinde, auch als Back up für die Menstruationstasse empfehlenswert, eine längere Stoffbinde für die Nacht und unterschiedliche Materialien sind auf dem Markt. Der Vorteil ist, dass deine Haut hier atmen kann und nicht in schwitzige Plastikwegwerfbinden steckt. Es sind keine chemischen Zusatzstoffe vorhanden und du sparst Unmengen an Müll. Die gebrauchten Stoffbinden kannst du einfach in einem kleinen Wetbag verstauen unterwegs und zuhause.


Stilleinlagen

Es gibt eine große Auswahl an Stilleinlagen. In den Drogeriemärkten sind es oft viele unterschiedliche Einwegstilleinlagen und meist ein oder zwei Sorten von Mehrwegstilleinlagen.

Meist sind die Einwegstilleinlagen mit gesundheits- und umweltschädlichen Stoffen belastet wie z.B. Chlor oder Jod oder optische Aufheller. Das Klima unter den Stilleinlagen ist meist unangenehm und sie verursachen eine Menge Müll.

Mehrwegstilleinlagen gibt es aus verschiedenen Stoffen, meist aus Naturfasern, wie z.B. Baumwolle, Seide und Wolle. Dadurch sind die Einlagen atmungsaktiv und hautfreundlich. Die Anschaffungskosten sind etwas höher, jedoch reichen meist wenige Einlagen für die gesamte Stillzeit. Je nach Waschhäufigkeit. Der Vorteil ist nicht nur der angenehmere Tragekomfort, sondern auch die Umweltfreundlichkeit, da hie rkein Müll produziert wird.